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Liebe Brackenfreunde,

in dem nachstehenden Link findet ihr Bilder des Schweißseminars 2017 in Bad Neustadt.

Brackenheil
Sebastian Bäumler

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Verbandsfährtenschuhprüfung
der Brackenzuchtvereine im Hochspessart
Meisterschaft auf der roten Fährte

Am 24. Juni veranstalteten die Brackenzuchtvereine im JGHV ihre 13. gemeinsame Verbandsfährtenschuhprüfung (VFsP) im Spessartforstbetrieb Rothenbuch. Mit 14 gemeldeten Gespannen dürfte diese Fährtenschuhprüfung die größte ihrer Art in Deutschland gewesen sein. Was Anspruch bzw. Schwierigkeitsgrad angeht, so ist der Spessart mit seinen regional hohen Wilddichten und damit zahlreichen Verleitungen eine besondere Herausforderung. Ausrichtender Verein war in diesem Jahr der Verein Jagd-Beagle e.V.
Regen gab es im Spessart in den vergangenen Wochen kaum und die Temperaturen waren bei 25 bis 30 °C sommerlich heiß. Dazu wehte ein leichter Wind. Demzufolge war der Boden staubtrocken. Abseits der Wege versank man knöcheltief im trockenen Buchen- und Eichenlaub. Warum veranstaltet man eine Prüfung im Sommer bei diesen schwierigen Bedingungen? Diese Frage wurde von Gästen nicht nur einmal gestellt. Dabei liegt die Antwort doch nahe. Natürlich wird auch im Sommer gejagt, besonders wenn die Sauen im Feld zu Schaden gehen. Liegt das Stück nicht gleich, ist man auch hier auf Hunde angewiesen, die mit derart schwierigen Bedingungen fertig werden.
An einer VFsP dürfen Hunde teilnehmen, die mindestens 2 Jahre alt sind. Sie müssen über einen Lautnachweis verfügen sowie schussfest sein. Die Prüfung soll durchgeführt werden in Wäldern mit guten Schalenwildbeständen, wobei mit „gut“ eine Wilddichte gemeint ist, die auch ausreichend Verleitfährten garantiert. Die Fährten im Spessart werden mit Fährtenschuhen und Schwarzwildschalen getreten und sie sind mindestens 1000 m lang. Maximal 100 ml Schweiß werden auf den ersten 50 m nach dem Anschuss sowie im Verlauf nur in 4 Tropfbetten verwendet. Den Anschuss muss das Gespann in einem Bereich von 30 x 30 m selbst finden.
Von den 14 gemeldeten Gespannen traten am 24. Juni dann 12 in den Wettstreit um die beste Nachsuchenleistung auf der 20- oder 40-Stundenfährte. (3 Brandlbracken, 3 Beagle, 2 Tirolerbracken, 2 Alpenländische Dachsbracken, 1 Westfälische Dachsbracke, 1 Schwarzwildbracke). Die Arbeit erfolgte in 5 Richtergruppen. Bei seiner Begrüßung betonte Prüfungsleiter Hans Stark, dass in der Vergangenheit von den angetretenen Gespannen nie mehr als die Hälfte zum Stück fanden. Im Vorjahr war es gar nur ein Viertel.
Bei der Riemenarbeit, mussten sich die Führer ganz auf ihre Hunde verlassen, Wer dabei seinen Hund nicht lesen konnte, war sehr schnell verlassen. Allzu interessant waren die zahlreichen frischen Verleitungen. Nicht selten führten die Fährten vorbei an frisch angenommenen Suhlen oder durch Bereiche, in denen die Sauen noch in der Nacht zuvor frisch gebrochen hatten. Teilweise kam Wild während der Riemenarbeit in Anblick.


Balu vom RadmertalDie Statistik der Vorjahre wurde auch 2017 bestätigt. Von den 12 angetretenen Gespannen fanden nur 6 zum Stück.
                  Suchensieger (FS /I) wurde der Brandlbrackenrüde Balu vom Radmertal,
der seinen Führer Thorsten Stark auf der 40-Stundenfährte in beeindruckenden 24 Minuten zum Stück führte. Sie nehmen den Wanderpokal, einen Sauerländer Halbmond, für ein Jahr mit nach Hause.
Die weiteren Ergebnisse:
Brandlbracke Alma vom Rothmundstann – Matthias Lachenmayer, FS I (1. Preis)
Beagle, Merle vom Trappenfeld - Dr. Volker Breuhaus, FS I (1. Preis)
Tirolerbracke, Billa vom Bleichhölzle - Erhard Oberdorfer, FS II (2. Preis)
Westfälische Dachsbracke, Tibia vom Kaufunger Wald - Barbara Schäfer, FS II (2. Preis)
Alpenl. Dachsbracke, Ibs aus dem Burgwald - A. Freiin von Bischoffshausen, FS II (2.Preis)

Wirklich knapp das Ziel verfehlten Beaglehündin Eyla aus der Göhrde mit ihrem Führer Kristian Möller. Sie bekamen den dritten und damit finalen Abruf, nachdem sie kurz vor dem Fährtenende einer Verleitung folgten und nur 5 m am ausgelegten Frischling vorbei arbeiteten.
Wie man eine Fährte sprichwörtlich ausbuchstabiert, demonstrierte eindrücklich Beaglehündin Merle vom Trappenfeld. Dr. Volker Breuhaus behielt die Nerven, wenn seine Hündin im frisch durchwühlten Waldboden die vielen Verleitungen akribisch und mit einer Seelenruhe untersuchte. Erst wenn sie jeweils damit fertig war, kam sie zurück auf die Fährte um dieser dann zügig zu folgen.
Die Alpenländische Dachsbracke Ibs aus dem Burgwald gönnte sich gar eine Pause und untersuchte im Fährtenverlauf zur Abwechslung tiefgründig einen anscheinend interessanteren Mäusewechsel. Nachdem die Grabarbeiten abgeschlossen waren, setzte er seine Suche problemlos fort.
Alle Beteiligten konnten an diesem Tag beeindruckende Leistungen von Hunden und Führerinnen und Führern sehen. Wieviel Fleiß und Mühe in den Vorbereitungen steckte, können wahrscheinlich nur Hundeführer erahnen, die selbst einmal auf einer solchen Prüfung geführt haben.
Zum festen Programm an diesem Wochenende im Spessart gehört auch eine Schulungsveranstaltung am Vorabend der Prüfung. Diesmal referierte Wolfgang Kommallein vom Klub Tirolerbracke zum Einsatz von Stöberhunden auf Bewegungsjagden. Seinen Ausführungen lagen interessante Untersuchungen zugrunde, bei denen die Laufwege aller Hunde auf Bewegungsjagden mit Drückjagdständen und Wildbeobachtungen zusammengebracht wurden. Die anschließende Diskussion führte von geeigneten Rassen und Anforderungen wie Spurlaut und Fährtenwille bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen. Einig waren sich die Anwesenden, dass sicherer Spurlaut aus jagdpraktischen und tierschutzrechtlichen Gründen unabdingbar ist. Die Kritik an der Verbandsstöberprüfungsordnung des JGHV, nach der auch sichtlaut jagende Hunde eine Brauchbarkeit für die Stöberarbeit erlangen können, nahmen die anwesenden Vertreter des JGHV-Präsidiums zur Kenntnis. Fazit: Für eine erfolgreiche Stöberjagd ist eine Mischung von weit- und kurzjagenden, sicher spurlauten Hunden erforderlich. Bei den Vorbereitungen sollte man eher mehr Hunde einplanen, denn ähnlich wie die Hundeführer können auch wahre Stöberspezialisten wie Bracken und Beagle mal einen schlechten Tag erwischen und sie jagen dann eben nur zweit- oder drittklassig.
Ein besonderer Dank geht an den Forstbetrieb Rothenbuch der Bayerischen Staatsforsten AöR und dessen Vorstand Reinhardt Neft, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Der Betrieb stellt seit 13 Jahren nicht nur die Bühne für dieses große Ereignis. Ohne die Logistik vor Ort und die zahlreichen ehrenamtlichen Revierführer ist eine solche Prüfung undenkbar. Interessierte Hundeführer und Gäste merken sich schon jetzt das letzte Wochenende im Juni 2018 vor. Dann nämlich veranstalten die Brackenzuchtvereine im JGHV ihre 14. gemeinsame Verbandsfährtenschuhprüfung im Forstbetrieb Rothenbuch.

Christian Hohm
1. Vorsitzender Verein Jagd-Beagle e.V.

Verbandsfährtenschuhprüfung
der Brackenzuchtvereine des JGHV e.V.
im Hochspessart

Bereits zum 12. Mal wurde zur gemeinsamen VFsP der Brackenzuchtvereine in den Hochspessart nach Dammbach für den 24. und 25.06.2016 eingeladen. Ausrichtender Verein war dieses Jahr der Klub Tirolerbracke Deutschland e. V. mit Prüfungsleiter Manfred Parr. Herr Parr stellte nicht nur sein Revier dafür zur Verfügung, sondern auch seine große Erfahrung und Kenntnisse in Bezug auf Prüfungen, der Schweißarbeit und als Leistungsrichter. Ist er doch auch Mitinitiator und überzeugter Vertreter dieser praxisnahen, an der Naturfährte orientierten Schweißprüfung seit über 12 Jahren.

Dieser anspruchsvollen Prüfung mit der bisher höchsten Meldung von 17 Hunden haben sich Gespanne aus allen Brackenvereinen gestellt. Damit gehört diese Verbandsfährtenschuhprüfung wohl zu einer der größten in Deutschland. Eine Westfälische Dachsbracke, drei Deutsche Bracken, eine Brandelbracke, zwei Steirische Rauhhaarbracken, ein Gonczy Polski, eine Schwarzwildbracke, drei Alpenländische Dachsbracken, ein Beagle und drei Tiroler Bracken nahmen gut vorbereitet die Herausforderung im wildreichen, wunderschönen Waldbestand des Hochspessarts an. Aufgrund des guten Vorkommens von Rot-, Schwarz- und Rehwild mangelte es nicht an Verleitungen und auch das gelegentliche Antreffen von Wild während der Arbeit erleichtert die Sache nicht, wie dies auch die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen. Für das Legen der angebotenen 20 Stunden Fährten trafen sich die Richter am Freitag um 8.00 Uhr am Hackgutlagerplatz Richtung Schollbrunn und wurden von den Revierführern in die verschiedenen Reviere begleitet. Nach den Klängen des vereinsübergreifenden Bläsergruppe begrüßten am Samstagmorgen um 8.00 Uhr der 1. Vorsitzende des Klubs Tirolerbracke Deutschland e. V. Dr. Kai Ludwig und der Prüfungsleiter und Ehrenvorsitzende Manfred Parr bei bestem Wetter die Prüfungsteilnehmer, Richter, Revierführer und Gäste. Nach Auslosung der Fährten und Richtergruppen konnten die 6 Gruppen anschließend mit 2 und 3 Prüflingen zu ihren jeweiligen Fährten abfahren. Das Wetter war günstig für die Hunde, es hatte über Nacht geregnet, aber das angekündigte Unwetter, Sturm und Starkregen waren zum Glück ausgeblieben. Je nach Anfahrtsweg in die Reviere wurde die Arbeit nach Einweisung der Richter mit dem Suchen des Anschusses ab kurz vor 10.00 Uhr begonnen. In Abstimmung mit den Richtern und Prüflingen konnten bis auf wenige Ausnahmen Interessierte bei der Fährtenarbeit mitgehen. Auf die Verleitungen und das Antreffen von Wild waren die Prüflinge ja vorbereitet, aber Spaziergänger und deren freilaufenden Hunden auf dem Fährtenverlauf ist eher ungewöhnlich und mussten ebenfalls gemeistert werden. Für Hund und Führer war das offensichtlich kein Problem, nahmen sie doch nach einer Pause die Arbeit unverrichteter Dinge wieder auf und kamen trotz dieser unüblichen Störung am Stück an. Aufgrund dieser Verzögerung traf das letzte Gespann erst am späteren Nachmittag am Suchenlokal wieder ein. Aufgrund der hohen Anforderungen des dickungsreichen und zum Teil sehr anspruchsvollen Geländes, erreichten letztendlich vier glückliche Gespanne das Stück, hier Schwarzwild.

Nach der Richterbesprechung konnten die folgenden Prüfungsergebnisse bekannt und die Preise vergeben werden:

Die Brandelbracke Isabella vom Spannriegel mit Führer Markus Obach
erhielt ein FS I und war damit auch Suchensieger der Prüfung.

Die Tiroler Bracke Afra von der Hexenbank mit Führer Axel Rockel erhielten ein FS II und die Deutschen Bracken Dietlind vom Forsthaus Ehu mit Franziska Kaiser und Akira vom Staufenberg mit Martin Eckhardt jeweils ein FS III. Nach Übergabe der Preise bedankte sich Manfred Parr herzlich bei allen Helfern der Brackenzuchtvereine, den Jagdhornbläsern, den Richterkollegen und bei seinen Revierkollegen für die Vorbereitung und Unterstützung. Einen besonderen Dank und seine Anerkennung sprach er den teilnehmenden Hundeführern und Hundeführerinnen mit ihren Hunden aus, die sich dieser schweren Prüfung gestellt haben und mit viel Geduld und Ausdauer sich und ihre Hunde vorbereitet haben und dazu zum Teil noch eine weite Anreise auf sich nahmen. Nach einigen Fotos mit allen teilgenommenen Brackenrassen und den erfolgreichen Gespannen, ging es an die Heimreise oder noch zum späten Kaffeetrinken mit den für das Waldhotel bekannten selbst hergestellten Kuchen und Torten.

Der Prüfung ging am Freitag, dem 24.06. eine Richterfortbildung zu dem Thema „Die neue VSwPO und VFSPO" in Theorie und Praxis für Verbandsrichter mit dem Zusatz SW voraus, an der über 50 Verbandsrichter, Richteranwärter und weitere Gäste teilnahmen. Hierzu trafen sich die Teilnehmer um 14.00 Uhr mit dem Referenten Herr Karl Walch, der Chefredakteur „Der Jagdgebrauchshund" und Vorsitzender der Stammbuchkommission des JGHV ist, erst einmal im Gelände. Direkt vor Ort im Wald konnten die Verbandsrichter die neuen Anforderungen und deren Beurteilungen in der Praxis kennenlernen. Dazu war ein Waldbereich von 30 x 30 m markiert und Gerald Bachmann demonstrierte mit seiner Tiroler Bracken Hündin wie der Anschuss gesucht und die Fährte anschließend aufgenommen und weitergearbeitet werden kann. Nach diesem gut 2 stündigem praktischen Teil der Fortbildung mit Erklärungen und Diskussionen draußen im Gelände ging es zum Suchenlokal im „Waldhotel Heppe", zur weiteren theoretischen Fortbildung über die neuen Verordnungen.

Nach dem Ende der Fortbildung konnten die Teilnehmer und die schon angereisten Prüflinge, Angehörige und Interessierte der Brackenvereine den noch warmen Abend lange draußen auf dem großen überdachten Balkon des urgemütlichen, mitten im Wald liegenden „Waldhotel Heppe" genießen.

Trotz allem Stress durch Vorbereitung für die Organisatoren und Hundeführer, Pokalen und Auszeichnungen sollte nicht unerwähnt bleiben, dass diese Verbandsprüfung nicht die „bessere Brackenrasse" finden soll, sondern die Schweißarbeit zum schnellen Auffinden von verletztem Wild mit gut ausgebildeten Hunden im Vordergrund steht und diese Prüfung der Praxis sehr nahe kommt. Die Prüfung der Brackenzuchtvereine fördert die gemeinsame Weiterentwicklung der Fähigkeiten der Bracken auf der Wundfährte und deren Zusammenarbeit.

Sabine Hempel

Richterfortbildung des DBV e.V. in Bad Neustadt

Unter Leitung von unserem 1. Vorsitzenden Josef Rieken fand am 09.07.2016 in Bad Neustadt a. d. Saale in Unterfranken eine Richterfortbildung des DBV e.V. statt. Schulungsinhalt waren die seit 01.04.2016 gültigen neuen Verbandsschweiß-/Verbandsfährtenschuhprüfungsordnungen des JGHV (VSwPO und VFsPO). Treffpunkt war das Gasthaus „Schwarzer Adler“ in Strahlungen bei Bad Neustadt a.d. Saale, wo sich insgesamt neun Verbandsrichter und Richteranwärter einfanden.
richter-badneustadt1Am Vormittag hat uns der komm. Prüfungsobmann Andreas Meyer in sehr anschaulicher Weise die Inhalte der neuen Prüfungsordnungen und vor allem die wesentlichen Neuerungen und Änderungen vermittelt. Grundlagen der vom DBV e.V. ausgeschriebenen Schweißprüfungen sind die Verbandsschweiß-/Verbandsfährtenschuhprüfungsordnungen des JGHV (VSwPO und VFsPO).
Darüber hinaus folgten Informationen über den Stand der neuen gemeinsamen Prüfungsordnung für Bracken der Brackenzuchtvereine, die ab Januar 2018 in Kraft treten soll.richter-badneustadt2
Nach einem gemeinsamen Mittagessen fand am Nachmittag der praktische Teil im Revier von Josef Rieken statt. Hier haben uns Josef Rieken und Andreas Meyer neben dem Ablauf der Prüfungen insbesondere die Herstellung der Fährten und die Vorbereitung der Anschüsse vorgestellt und demonstriert.
An einem vor Ort vorbereiteten Beispiel hat uns spontan ein Gastrichteranwärter vom Verein Hirschmann das Finden des Anschusses sowie des Fährtenabgangs erfolgreich vorgeführt.
Insgesamt konnten wir eine sehr gut vorbereitete und interessante Richterfortbildung mit aktuellen Inhalten erleben.

Brackenheil
Robert Krebs

Schweißseminar des DBV 2015

Vom 7. bis zum 9.8. haben wir das diesjährige Schweißseminar des Deutschen Brackenverein, im Revier von unserem ersten Vorsitzenden Josef Rieken in Bad Neustadt, durchgeführt. Mit der neuen Rekordzahl von 23 Teilnehmern, davon jedoch einige ohne Hund, war ein Ende der Kapazitäten allerdings erkennbar. Organisiert von Josef Rieken, hat sich auch eine neue Rekordzahl von erfahrenen Hundeführern bereit erklärt, als Ausbilder zur Verfügung zu stehen, so dass je 2 oder 3 Teilnehmer mit einem Ausbilder sehr intensiv und individuell zusammenarbeiten konnten.
Am Freitag trafen sich die Teilnehmer um 15.00 Uhr am Gasthaus Linde in Burgwallbach, von wo aus es gemeinsam ins wunderschöne Revier Schweinberg ging. Dort war im Wald am Schweinberghaus der Aufenthalt über das gesamte Wochenende schon vorbereitet.
Nach einer kurzen Vorstellung aller Anwesenden und der Gruppeneinteilung, wurde dann gruppenweise in die Revierteile abgerückt. Für jeden Teilnehmer war dort bereits eine kurze Übungsfährte vorbereitet. Hier ging es darum, einen Eindruck vom jeweiligen Ausbildungsstand zu gewinnen, um die Schwerpunkte für die weitere Arbeit mit jedem Gespann zu setzen. Dazu wurde in den Gruppen schon jede Leistung genau besprochen. Anschließend wurde dann gleich die Übernachtfährte für den nächsten Tag gelegt, denn auch das systematische Fährtenlegen zur Einarbeitung gehört mit zum Lehrplan. Gemeinsam ging es dann wieder hinunter in die „Linde“, um bei gutem Essen, regem Austausch und dem Festigen der neuen Bekanntschaften, einen teilweise langen Abend zu verbringen.

Pünktlich um 9.00 Uhr am Samstag war denn wieder Treffpunkt am Schweinberghaus.
Uli Bötzel referierte in einem intensiven Vortrag über die Einarbeitung des jungen Hundes. Mit vielen Beispielen aus der Praxis und kurzen Diskussionen schweissseminar2-8-15verging die Zeit wie im Flug. Anschließend wurde durch Bernd Hellwig mit seinem Hund eine Schaufährte gearbeitet, deren Verlauf von allen Teilnehmern verfolgt werden konnte und die Harald Jung kommentierte.
So manches Aha-Erlebnis war bei den Zuschauern dabei zu erkennen.
Danach ging es mit den Gruppen wieder ins Gelände, um die am Vortag gelegten Fährten zu arbeiten. Intensive Besprechungen der Arbeiten fanden dabei in jeder Gruppe gemeinsam statt, um für alle den Lerneffekt so groß wie möglich zu gestalten. Alle Teilnehmer können dabei erkennen, wie lehrreich das Hinterhergehen ist, wenn man nicht selbst den Riemen führt. Gemeinsam wurde dann im gesamten Teilnehmerkreis ganz komprimiert über die Erkenntnisse der einzelnen Arbeiten berichtet.
Ein weiteres unbedingtes Highlight des Seminars gab es dann am Nachmittag. Karlheinz Hecker und Katrin Förster waren extra aus dem Hessischen angereist, um allen Teilnehmern ein super vorbereitetes Anschuss-Seminar zu bieten. So mancher Teilnehmer war enorm beeindruckt, was es hier an Wissenswertem mitzunehmen gab.schweissseminar1-8-15
Im Anschluss daran folgte eine Information von Josef Rieken über die im nächsten Jahr anstehenden Änderungen der VSwPO und VFsPO. Die Vorsuche als neues Element in der PO wurde im Gelände demonstriert.
Danach rückten alle wieder ab, um jeweils die Abschlussfährten für den Sonntag zu legen, die dann teilweise, je nach Ausbildungsstand, schon fast Prüfungsniveau hatten.
Beim anschließenden gemeinsamen Grillen stellte Harald Jung dann die Ausrüstung eines Schweißhundeführers vor, wobei die Anzahl der Alternativen natürlich groß ist, aber Grundsätzliches zu dieser Ausrüstung lässt sich allemal feststellen. Bei angeregten Gesprächen bis in die Nacht klang dieser schöne Tag unter Gleichgesinnten aus, bevor dann nach und nach jeder in sein Quartier zurückfand.

Auch am Sonntag war wieder Treff um 9.00 Uhr, um die letzten Fährten zu arbeiten.
Intensiv wurde noch einmal besprochen, wie es für jedes Gespann sinnvoll weitergeht und wie die nächsten Schritte auf dem Weg zur Schweißprüfung aussehen sollten. Den theoretischen Teil schloss dann Josef Rieken ab, mit einer Besprechung der Prüfungen und der Schweißprüfungsordnungen.
Zum Abschluss ging es in die traditionelle Schlussrunde mit Manöverkritik. Es gab viel Lob und Begeisterung, aber auch ein paar konstruktive Kritikpunkte, die helfen, das nächste Seminar noch besser zu machen.
Verbunden durch das gemeinsame Erlebnis mit den Hunden, haben sich viele neue Bekanntschaften ergeben und so ist es einigen ganz schön schwergefallen, sich dann kurz nach 12.00 Uhr auf den Heimweg zu machen.
Bleibt als Fazit:
Ein tolles Wochenende, gutes Wetter mit nur einem kleinen Regenschauer, eine hervorragende Verpflegung, viel zu lernen, nette Leute und vor allem ….. viel Hund.
Ein dickes Dankeschön an den Hauptorganisator Josef Rieken, seine Frau Monika für die Sorge um unser leibliches Wohl, an alle Ausbilder und an die Teilnehmer.
Es hat wieder riesigen Spaß gemacht.
Viele wollen wiederkommen, wer noch nicht dabei war hat was verpasst!

Ralf Schröder

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