PostHeaderIcon Regionalgruppe Süd - West allgemein

Region Süd-West am 01.08.2015 im Schwarzwildgewöhnungsgatter Louisgarde

louisgarde1-2015Am ersten Augustwochenende fand ein Trainingstag der Regionalgruppe Süd-West  im Schwarzwildgewöhnungsgatter Louisgarde statt. Regionalbeauftragter Norbert Kuhn war beruflich verhindert und setzte Michael Schmid und Claudia Elbing als „Stellvertreter vor Ort“ ein.
5 Brandl und 7 Steirer im Alter von 13  bis 25 Monaten konnten den ersten richtigen Kontakt mit lebendem Schwarzwild erleben oder ihr „Sauenwissen“ vertiefen. Bei ausgezeichnetem Wetter – warm, etwas bewölkt – ging es pünktlich um 9.00 Uhr los. Nach den Formalitäten checkten die erfahrenen Gattermeister Achim Göller und Wolfgang Wondra die Vorkenntnisse der Hunde ab: Kleine Nachsuche, Kontakt mit erlegtem Schwarzwild oder schon mal gestöbert oder Sauen gestellt? Routiniert wurden die Teilnehmer für die unterschiedlichen Übungsbereiche eingeteilt.

Die Gruppen arbeiteten parallel in zwei Gattern. Für die meisten hieß es, im oberen Gatter die „Laufsauen“ aufzuspüren, hochmachen und anhaltend zu verfolgen. Wolfgang Wondra setzte sich mit seinen Kandidaten hangaufwärts in Marsch. Der Erste bitte – die 15monatige Bracke ging sofort los und suchte konsequent. Erstaunlich wie sich in demlouisgarde2-2015 Stangenholz die Sauen stecken. Einmal vor und beim zurück kam Laut, die Sau fuhr hoch und wurde hartnäckig in Bewegung gehalten. Übung bestanden. Die zweite Gruppe setzte sich unter Obhut von Achim Göller (und seiner Assistentin Paula Meyer an diesem Tag) im unteren Gatter mit der kernigen „Frieda“ auseinander. Frieda dreht sich schon mal herum und sagt was Sache ist. Schnell ertönte auch hier hartnäckiger Laut und Anfeuern vom Hundeführer.

Das Tor zu den Übungsgattern war die Schwelle zum Lächeln. Wer noch zweifelnd hineinging, bringt mein Hund Laut, Finderwille, was wird kommen, kam verändert heraus. Allen Hundeführern war dann ein Lächeln ins Gesicht geschrieben und auch die Bracken strahlten Selbstbewußtsein und Zufriedenheit aus.  Alle Hunde brachten einwandfreie Leistung. Sowohl die zwei- als auch vierbeinigen Teilnehmer bekamen von den Gattermeistern viel Lob als harmonische und leistungsstarke Gruppe. Wer den Tipp von den Gattermeistern bekam, vor der Drückjagdsaison nochmals eine Übungseinheit einzulegen, wird sicherlich nochmals gerne nach Louisgarde kommen.

Claudia Elbing

Sommerfest der Regionalgruppe Südwest 2015 in Bretten

sommer2015-1
Trotz Regen und bewölktem Himmel fanden sich am 16.08.2015 ab 10Uhr etwa 30 Teilnehmer und 6 Brandl sowie 6 Steirische zum Grillfest ein.
Das Wetter konnte der Stimmung in diesem wunderbaren Ambiente keinen Abbruch tun; zudem hatten der Regionalbeauftragte Norbert Kuhn und seine Familie alles dazu beigetragen, um den Tag perfekt zu machen…..
Das Treffen ließ nichts zu Wünschen übrig!sommer2015-2

Wichtig für alle teilnehmenden Führer waren die Besprechung der Anlagenprüfung ( AP)
und der Gebrauchsprüfung (GP) , und die Änderungen der ab dem 01.04.2016 gültigen Schweißprüfung. Dabei waren die eigenen, praxisnahen Erfahrungen des Regionalbauftragten Kuhn und des anwesenden Richters Ralf Schröder sehr hilfreich; gaben sie  doch Anleitungen für die Prüfungen, und machten gleichzeitig Mut, an ihnen teilzunehmen! Insbesondere für den DBV ist es wünschenswert, mehr Brackenführer für die Teilnahme an der GP zu motivieren! Und ich denke, das ist gelungen!
Ach ja, die jüngsten Teilnehmer waren eine Brandl-Hündin  von etwa 15 Wochen( „Ronja“ aus dem Zwinger Riehm) und ein Steirischer Rüde ( „ Ben“, aus einer saarländischen Zucht) sowie Emilia, die kleine Tochter und zukünftige Diana und Brackenführerin der Familie Kuhn.
Niemand war so brav und ansprechend wie diese „3“!!
Die Zukunft des DBV ist also gesichert……..
Ein herzliches Dankeschön im Namen aller Teilnehmer!


Mit Brackenheil!

Ute Marquardt-Philipp mit Ralf Philipp und Sienna Monte vom Schwarzkogel

Durchzufallen wäre keine Schande …................

dachte ich mir als ich mich zur Internationalen Brackierprüfung mit CACIT-Vergabe in Österreich anmeldete.  Vorausgegangen war eine offizielle Einladung des Österreichischen Brackenvereins als Ausrichter der Prüfung an den DBV. Schade, aber ohne Eigeninitiative hätte wohl niemand den DBV bei der Prüfung „vertreten“. Umso mehr freute man sich über das Auftauchen einer „deutschen Steirer“.
Zugegeben, die Fahrt nach Kärnten war ein kleiner Ritt, aber ich kann jetzt schon verraten dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat! Im entlegenen Lesachtal in Kärnten vermutet man kaum ein solch tolles Prüfungslokal. Die Zufahrt war schon fast abenteuerlich. Seit drei Tagen ununterbrochener Dauerregen mit Nebel und schlechter Sicht auf kleinen und kleinsten, oft sehr steilen und kurvenreichen Straßen.
inter-brackier-austria3Am Vorabend der Prüfung fand die Verlosung der Reviere statt. Als Los diente eine schöne, mit der Reviernummer versehene Holzscheibe, auf der ein Stamperl Schnaps auf den Hundeführer wartete. Die (schwäbische) Gier nach dem vollsten Glas brachte mir das Revier Nr. 5.
Nach einem gemütlichen Abend mit den anderen Hunde- und den Revierführern sowie Richtern der verschiedenen Brackenrassen ging es recht spät ins Bett. 5.00Uhr früh aufstehen, Hunde versorgen, 6.00 Uhr Frühstück und um 7.00 Uhr ging es, begleitet vom Regen, ab in die Reviere. Für jeden der 8 gemeldeten Hunde stand je ein Revier zu Verfügung. Eine enorme organisatorische Leistung des Organisators und Gebietsführers für Kärnten, Josef Schwarzenbacher!
Ich schnallte meine Hündin „Demmi von den Rehköpfen“ zunächst in einem Bergwald auf ca. 1400 m Höhe. Immer noch Dauerregen. Sehr schnell fand sie und jagte recht weit von uns weg Richtung Tal. Die Mindestdauer für die Höchstpunktzahl hatte sie nach 20 Min lauter Jagd erreicht. Nur hatte niemand den vermuteten Fuchs gesehen. Die Nähe zu einer Fuchskirrung, der Laut des Hundes und der Weg den die laute Jagd nahm, ließen es vermuten, dies reicht aber natürlich nicht. Und trotz nachsteigen und nachfahren mit dem Geländewagen, hörte man zwar die Jagd, bekam aber den Gejagten nicht zu sehen.inter-brackier-austria2 Nach ca. 50 Min war die Hündin wieder da.
Während der Gehorsamsfächer konnte sich die Hündin etwas erholen. 15 Min. ablegen, dann schießen und nochmal 5 Min warten. Für die jagdlich erfahrene Hündin zwar schwer, aber dennoch auszuhalten. Die Schussfestigkeit und Leinenführigkeit waren für sie deutlich einfacher.
Als nächstes fuhren wir noch höher auf ca. 1750m bis zur Jagdhütte. Oberhalb Dieser erstreckt sich eine Almfläche mit Beerensträuchern. Neben Hasenlosung war leider auch Solche von Rotwild zahlreich zu finden … Der Jagdpächter auf der Hütte sprach ja vorhin noch von dem Achter-Hirsch auf den er seinen Jagdgast führen wolle sobald der Regen nachlässt. Zumindest war der Nebel nicht mehr so dicht, regnen tut es aber immer noch.
inter-brackier-austria1Nach ca. 15 Minuten fand die Hündin ca. 250m oberhalb in den Beeren: Standlaut! Aber gar nicht aggressiv und auch etwas abgehackt. Zwar mehr oder weniger am gleichen Fleck, aber doch leicht wandernd. Ich konnte mir und dem Richter den Laut nicht erklären. Sauen konnte man ausschließen und auch am Rotwild oder Fuchs wäre sie aggressiver und ohne Unterbrechung laut. Nach einiger Zeit streicht ein Auerhahn ab, ein Zweiter war wohl noch aufgebaumt. Irgendwann brach der Laut ab und startete erst nach einiger Zeit hinter dem Kamm wieder und zwar in Form von dem von ihr gewohnten Jagdlaut. Also wieder gefunden! Der Laut entfernte sich und war nicht mehr zu hören. Nach ca. 20 Min kam der Laut von der anderen Bergseite her. Also war sie einmal drumherum. Gut! Vielleicht sehen wir diesmal was? Der Zweite Richter steht gut postiert! Wir steigen etwas auf und dem Laut entgegen. Dieser geht aber wieder talwärts. Der Hund jagt jetzt schon 40 Min. Leistungsrichter Robert Grois kommt uns entgegen. Er hat leider nichts gesehen. Die Jagd ging ca. 100m unter ihm durch. Immer weiter Talwärts. Wir hören sie noch und steigen ab zur Hütte. Der Laut wird leiser und ist nach ca. 80 Min nicht mehr zu hören. Nachsteigen oder nachfahren fallen aus. Die Hündin kann überall sein.
Es regnet natürlich noch. Also der Einladung des Jagdpächters auf ein Bier in die Hütte gefolgt. Sein Jagdgast Bruno Hespeler sitzt am Tisch hinten im Eck und rückt noch etwas weiter nach hinten. Wir waren doch recht nass. Zum Bier gibt`s die ersten Kritiken vom Leistungsrichter Eric Leitner: „A passioniertes Hunderl host“, „Guat`n Laut hotz zoagt“, „Wenn ma bloss g`sehn hätt`n was`s jagert“, „Wenn`s bald z`ruck is, dann schau`mer noch auf d`Wiesn umma. Do kriag si no an Hosn“. Als der Hund nach 2 Stunden noch nicht zurück war, gings dann Richtung „Des roacht nimma für an Hosn“, „Des Hundl kimmt nimma zruck“, Da ich die Hündin vorhin noch im Bereich der Waldkapelle gehört hatte, kam auch: „Bei der Kapöll`n host se g`hört? Oh mei, die Hunds-Kapölln! Die Hunds-Kapölln hot amol a Jager baut der sein`n besten Hund dort hint verlorn hot. Weils gar a so gach is do hint. Do stürzen oft Hund ob.“ „Mei, mir han ja no Steirer Welp`n liegn. Do nimmst hoit glei an Junga wieder mit ham“.
Froh war ich daß meine Frau diese Sprüche nicht mit anhören musste. Ich selbst dachte eher daran, dass Emmi den gesuchten Achter-Hirsch talwärts im Gebirgsbach stellt und ich ihn nachher abfangen könnt … Noch nie hatte ich so viel Spaß bei einer Prüfung.
Irgendwann war zeitlich die Prüfung vorbei und der Hund immer noch nicht da. Nachdem Emmi knapp drei Stunden weg war,  ließ ich meine Telefonnummer und eine Decke bei der Jagdhütte zurück. Nach ein paar Stunden wollte ich nochmal hochfahren und hoffentlich den Hund mitnehmen. Der Plan war, noch am selben Tag wieder die Heimreise anzutreten. Ich hatte zwar keine Angst um die erfahrene Hündin, wusste ich doch dass sie zurückfinden wird. Die Frage würde nur sein, wann. Aber etwas mulmig war mir schon vor dem Anruf zu Hause. Ich sollte ja berichten wie die Prüfung war….
Wir hatten noch keinen Asphalt unter den Rädern, da kam der erlösende Anruf von der Jagdhütte. Also wieder die vielen Serpentinen hochgefahren, den Hund abgetrocknet (es regnete noch immer) und ab ins Prüfungslokal.
Von Prüfungsleiter Hannes Plenk wurde ich mit „Gratuliere! Hob scho g`hört dass Dei Hundl schneidig g`jagert hot“, begrüßt.
Nach einem guten Essen und der Richterbesprechung fand die Siegerehrung statt. Von den 8 angetretenen Hunden der Rassen Brandl, Steirer, Tiroler, Beagle und Basset, haben 3 Hunde nachweislich einen Hasen gefunden und gejagt. Der tagelange Dauerregen und der Nebel haben die Verhältnisse extrem erschwert. Die Hasen hatten sich mit Sicherheit kaum bewegt und entsprechend auch kaum Fährten hinterlassen, dazu behinderte der Nebel die Sicht. inter-brackier-austria4 Auf dem Rückweg in die Heimat konnte ich den Tag nochmal ausgiebig Revue passieren lassen. Und ich hatte recht: es ist keine Schande eine Prüfung nicht zu bestehen. Wir hatten uns gut geschlagen und konnten zeigen, dass auch unsere auf Drückjagden geführten Hunde feinnasig und fährtensicher langanhaltend jagen können.
Trotzdem: es wäre schön gewesen wenn der eine oder andere Richter des DBV oder Vorstandsmitglieder den Weg zu dieser Prüfung gefunden hätten. Denn unsere beiden Rassen stammen aus den Bergen. Dort wo die Brackierjagd auf Hase und Fuchs noch ausgeübt wird und dadurch die wichtigen, uralten jagdlichen Eigenschaften unserer Hunde weiterhin erhalten bleiben.

Norbert Kuhn mit Demmi von den Rehköpfen

Brackentreffen der Reginalgruppe Süd-West

regio-1sw-08-14Es hat sich herumgesprochen. Wenn sich die Regionalgruppe SüdWest trifft ist nicht nur alles perfekt organisiert, sondern man kann sich auch darauf verlassen, daß das Wetter mitspielt. Und so trafen sich bei sonnigem Wetter am 24.08.2014 die Mitglieder der Regionalgruppe SüdWest wie schon im vorherigen Jahr ab 11.00 Uhr in Bretten/Rinklingen an der Grillhütte.  Rund 40 Hundeführer mit ihren Brandeln und Steirern  kamen mit  Hunden und der ganzen Familie zu einem geselligen Zusammensein.
Für uns als Erstlingsführer stellt das Sommerfest eine gute Möglichkeit zum Informationsaustausch und Kontaktpflege dar. Auch die Kinder hatten viel Spaß in dieser schönen Umgebung. Eine große Grillstelle sorgte für das leibliche Wohl. Mitgebrachte Salate für die Allgemeinheit gehören fast schon zur Tradition und vor allem Freunde des berühmten schwäbischen Kartoffelsalates kamen auf ihre Kosten.  Die von Familie Kuhn besorgten Getränke und Kaffee und Kuchen rundeten das Ganze ab.

regio-2sw-08-14Ein besonderes Highlight war die Formbewertung, die durch Richter Meinrad Bender  mit viel Ausdauer und Geduld durchgeführt wurde. Nach einer ausführlichen Einführung folgte die Formbewertung von 12 Hunden. Die individuellen Ausführungen zu jedem Hund waren nicht nur für die Hundeführer selbst sehr informativ, sondern auch für die interessierte Zuhörerschaft besonders lehrreich.
Am Nachmittag, leider mit etwas Verzögerung,  startete Andreas Ruzicka von „Sausicher.de“  mit seinem Vortrag zu Schlagschutzwesten und Hundeortungssystemen. Die Entscheidung für das richtige System erscheint nicht leicht. Daher war der Vortrag hilfreich und konkrete Fragen einzelner Nutzer ließen sich direkt mit praktischer Hilfe klären.  Wer wollte konnte seinen Hund gleich vor Ort für eine individuell angefertigte Schlagschutzweste vermessen lassen. Jetzt noch die richtige Farbauswahl und die Drückjagdsaison kann kommen. Das ist allerding leichter als gesagt bei einer zur Verfügung stehenden Farbpalette von Pink über das „klassische“  Orange bis hin zu Blau.

regio-3sw-08-14Das Sommerfest ist immer auch eine schöne Gelegenheit für Brackeninteressierte sich ein umfangreiches Bild der beiden Rassen zu machen. Selten sieht man so viele verschiedene Altersgruppen und Typen auf einem Fleck. Auch bietet es Gelegenheit  für Züchter und potentielle Käufer ins Gespräch zu kommen.
Ein halber Wurf Steirer im abgabefähigen Alter war diesmal ebenfalls mit von der Partie. Unsere Kinder hätten am liebsten jeder einen Welpen mitgenommen und wir haben vorsichtshalber vor der Abfahrt nochmals kontrolliert ob wir nicht einen „blinden Passagier“ an Bord haben.
Tatsächlich konnten sich ein kleines Mädchen und natürlich auch die Eltern glücklich schätzen, als sie mit einem kleinen Rüden im Auto den Weg nach Hause antraten.
Wir danken Norbert Kuhn und seiner Frau für die tolle Organisation und freuen uns schon jetzt  auf das nächste Sommerfest.

Peter Kopp mit Familie & Charlie vom Hannickelhaus (StRhBr)

Zweiter Brackenübungstag der Regionalgruppe Südwest

Der Weg ist das Ziel -
…… auf diesen besagten Weg zum GP-Übungstag nach Rangendingen im Zollernalbkreis machten sich am Samstag, den 16.08.2014 sieben Hundeführer/innen nebst Begleitungen und natürlich ihren Hunden.
Die Strapazen der Anreise verteilten sich wie so oft im Leben ungerecht.
Die weiteste Anreise hatte mit 389 km Karin Bochenek aus 36199 Rotenburg. Für Lorenz Truffner mit ca. 20 km aus dem benachbarten Rottenburg am Neckar war es dann auch nicht zu extrem als er Nachmittags zur Gruppe stieß und internationales Flair in die Veranstaltung brachte, da er als Gast einen niederländischen Forststudenten mitbrachte, der wie alle Teilnehmer aufmerksam den Ausführungen des Ausrichters Norbert Kuhn, Regionalbeauftragter Süd-West des DBV lauschte.

uebungstag1-suedwest09-14Mit fünf StrBr und drei Brbr im Alter von 7 bis 28  Monaten war es ein schönes Bild, das sich den Teilnehmern bei idealem Wetter und strahlendem Sonnenschein bot. Teilweise war es auch ein Familientreffen, denn vier der fünf StrBr stammen aus einem Wurf.
Nach einer herzlichen Begrüßung ging es auch schon los mit dem Übungstag.
Ein straffes Programm war zu absolvieren um alle Fächer die in der Gebrauchsprüfung verlangt werden im Laufe des Tages zu üben und die entsprechenden Tipps zu Training und Verhalten zu hören und sich über die jeweils bisher selbstgemachten Erfahrungen auszutauschen.
Zu Beginn stand erst einmal die Fährtenarbeit. Ohne langes Gerede erklärte uns Norbert, dass er an diesem Standort zwei Fährten gelegt habe, eine 600m und eine 800m. Da er prinzipiell ein fauler Mensch sei und er wenig Zeit habe, sei er die Fährten nur mit dem Fährtenschuh gegangen…, doch dazu später mehr.
So startete das erste Gespann: Hund ablegen, Anschuss untersuchen, Riemen abdocken, Schweißhalsung dran und die erste BrBr nahm Witterung auf, saugte sich an und ging auf die Fährte. Nach der erfolgreichen Suche gab es eine Besprechung mit Erläuterung der Verhaltensweise von Führer und Hund bei der Arbeit und entsprechenden Tipps. Danach folgten die nächsten Suchen bis wir gegen Mittag zu einer Stärkung pausierten. In entspannter Runde beim gemeinsamen Grillen wurde neben dem Verzehr des mitgebrachten Grillguts natürlich das Verhalten der Hunde ausgiebig und fröhlich diskutiert.
Gerne wäre man sitzengeblieben, aber der zweite Teil musste in Angriff genommen werden um das Programm in vertretbarem Zeitrahmen zu halten.
Es ging wieder ins Revier. Hier waren die restlichen Fährten gelegt und die weiteren Punkte wie Leinenführigkeit, Ablegen, Treibjagdsimulation und allgemeines Verhalten wurden von jedem einzelnen Gespann geübt und ausführlich nachbesprochen.Es wurde allen klar, dass nur eine konsequente Vorbereitung der Gespanne zum Erfolg bei der Gebrauchsprüfung führen kann.

Wer mit seinem Hund uebungstag-suedwest09-14im Revier unterwegs ist, kann viel „nebenher“ mit ihm arbeiten und üben. Wenn der Hund dabei ist bei Pirschgängen, beim Blatten, beim Ansitz, beim Kirren, beim Ausmähen von Hochsitzen und anlegen von Pirschwegen kann man die Steadiness,  die Leinenführigkeit, das Ablegen und vieles andere mehr immer weiter trainieren und verbessern. Viele einzelne Punkte führen zum Erfolg bei der GP und da es eine Praxisprüfung ist soll man auch auf kleine Dinge aus der Praxis achten, wie uns Norbert mit auf den Weg gab. So zum Beispiel beim Ablegen auf einen bequemen Platz achten ohne Brombeeren, Ameisen oder Wespen. Oder aber eben „faul“ zu sein beim Fährtenlegen

Alle Fährten beim Übungstag waren reine Fährtenschuhfährten von mindestens 20 Stunden Stehzeit ohne Schweiß. Am Anschuss war Schnitthaar und Schwarten-fetzen, ebenso in den Wundbetten. Am Ende lag die passende Schwarte der Wildsau zu den Läufen der Fährtenschuhe. Das hilft zwar Norbert bei der Reduzierung seines Arbeitseinsatzes durch den Verzicht Schweiß zu tupfen oder zu spritzen, aber insbesondere auch unseren Hunden, da dann der bei der Prüfung dazukommende Schweiß als zusätzliche Motivation bei der Prüfung „zieht“.
So kann man es auch nachvollziehen, dass der eine oder andere Hund auf der Fährte ein wenig mehr faselte als man das aus seinen bisherigen Übungen kannte. Es war aber sicher eine sehr gute Vorbereitung und Übung.
Zum Schluss bleibt mir nur, mich  für die sehr gute Organisation und das Engagement von Norbert und seiner Frau zu bedanken!

Ich verbleibe mit Waidmanns- und Brackenheil
Axel Fromm

Region Süd-West im „Schwarzwildübungsatter Louisgard“

Seit Juni diesen Jahres hat der Landesjagdverband Baden – Württemberg ein Schwarzwildübungsgatter in Betrieb.
Mitte Juni fand meinerseits zunächst ein zweitägiger Testlauf mit den steirischen Junghunden „von der Lindeshalde“ und „vom Buchheimer Hans“ statt. Obwohl wir damals eine der ersten Gruppen waren, verlief diese Veranstaltung bereits hervorragend.
Bei den Gattermeistern handelt es sich durchweg um erfahrene Hundeführer die Ihren Job dort sehr engagiert und gewissenhaft machen.
Am letzten Juliwochenende fand der erste offizielle Termin des DBV statt. 6 Steirer und 4 Brandl fanden den Weg ins „Gatter Louisgard“. Aufgefüllt wurde die Gruppe dann noch mit einem Schwarzwälder Schweißhund und einer Alpenländischen Dachsbracke.
Bei unserer Ankunft kuschelte  Gattermeister Jürgen Wittemann bereits mit Gattersau „Frieda“. Er warnte aber gleich: Frieda sollte nicht unterschätzt werden! Es gibt 2 Arbeitsgatter: Frida als Solistin und eher „kernige“ Vertreterin, und 2 namenlose Damen im oberen Gatter die weder handzahm, noch angriffslustig sind. Hervorragend also zum Suchen, Finden und Arbeiten !
Das Alter der teilnehmenden Hunde lag zwischen 5 Monaten und 3 Jahren. Die Junghunde konnten unter kontrollierten Bedingungen und unter professioneller Anleitung des Gattermeisters erste Erfahrungen mit lebendem Schwarzwild machen. Nach einer theoretischen Einführung wurde jeder Hund einzeln und angeleint an „Frieda“ herangeführt und vom Gattermeister eingeschätzt. Anschließend geschnallt, konnte der Kleine zeigen was in ihm steckt. Dabei achtete der Gattermeister penibel darauf, dass kein direkter Kontakt zw. Hund und Sau zu Stande kam. So kuschelig Frieda mit Jürgen ist, so „distanziert“ ist sie mit den Hunden. Wer ihr zu nahe kommt, wird verjagt. Die Hunde lernen sehr schnell Abstand zu halten und Respekt zu bewahren, bleiben jedoch motiviert „dran zu bleiben“. Die allermeisten Hundeführer kamen stolz und mit noch stolzeren Hunden aus dem Gatter. Einzelne waren jedoch auch enttäuscht und hatten mehr erwartet von ihren Sprösslingen. Aber dies sei nach Aussage des Gattermeisters wohl sonst deutlich häufiger der Fall. Manch ein Jäger meint er hätte einen guten Saujäger am Strick, da er ja auf den Jagden im Wald immer unterwegs sei … Im Übungsgatter, auf sich Alleine gestellt, trennt sich jedoch sehr schnell die Spreu vom Weizen!
Am 2. Tag konnten die positiven Erfahrungen vom Vortag gefestigt werden. Bei den Junghunden sieht man schnell: wer noch wenig Erfahrung mit (Schwarz)-Wild hat, braucht die Unterstützung des Hundeführers. Dann muss der Chef Gas geben!
Eindrucksvoll war dies bei einer 14 Monate alten Steirer zu sehen: Am ersten Tag noch voller Respekt, war Sie am 2. Tag bereits etwas sicherer, aber noch sehr vorsichtig. Als der Hundeführer dann aber mit dem Hund die Sauen hoch machte und mit ihr lauthals die Sauen durch das Gatter „jagte“, kamen erst schüchterne Fieblaute die sich steigerten und irgendwann platzte dann der Knoten und die Hündin jagte sehr schön laut und am Schluss mit nur einem knappen halben Meter Abstand hinter der Sau! Das war der Moment die Übung abzubrechen. Ein großer Schritt war getan und alles verlief positiv für den Hund!
Der eine oder andere zu mutig gewordene Hund wurde von Frieda wieder etwas „eingenordet“. Es war erstaunlich zu sehen wie entspannt Frieda und auch die beiden anderen Sauen während der gesamten!!! Arbeitszeit waren. Meiner Einschätzung nach hat der Hundeführer am meisten Stress, gefolgt von seinem Hund (bei dem es jedoch in der Regel sehr positiver Stress ist). Auch der Gattermeister ist (je nach Hundeführer) nicht immer frei von Stress. Aber Frieda und die anderen Sauen … die sind einfach nur cool- durch und durch, und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Streicheleinheiten einfordern und suhlen während der Hund „alles gibt“, ist dabei normal.
Unser besonderer Dank gilt dem Grundstückseigentümer S.D. Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg, dem Landesjagdverband als Betreiber des Übungsgatters und dem ganzen Gatter-Team, das den Betrieb letztendlich gewährleistet. Von den ersten Gesprächen, über die konkrete Anmeldung und Terminplanung bis zum check-in vor Ort, war Sandra Göller immer eine nette und geduldige Ansprechpartnerin!!!
Übrigens: Der Gattermeister fasste das Wochenende so zusammen: „Das war schon eine elitäre Gruppe! Ihr glaubt nicht, was ich hier manchmal für Arbeiten sehe…, oder eben nicht sehe!!!“  Und auch er meint: „Von Nix kommt Nix!“

gatter-sued-west13Norbert Kuhn
Regionalbeauftragter Süd-West

Sommerfest im Süd-Westen

Ein schöner sonniger Sonntag in 75015 Bretten: ca. 20 Hunde und deren 30 Familienangehörige haben den Weg in die schöne Rinklinger Grillhütte gefunden.

Ganz ungezwungen begann das Treffen mit dem Kennenlernen der Hundeführer und Hunde untereinander.
Nachdem auch Uli Bötzel und Ralf Schröder als Richter anwesend waren,sommerfest-sw2 wurde kurzentschlossen versucht 2 Hunde im durch Schwarzwild schwer geschädigten Mais am Schwarzwild zu prüfen. Leider waren beide Versuche erfolglos. Aber so wie die Jagd ist, so ist auch die Verleihung der Naturleistungszeichen: nicht unbedingt planbar. Die Schweine glänzten durch Abwesenheit…

Für junge Hunde war eine Pendelsau vorbereitet und so konnte während des Tages immer wieder Hundelaut vernommen werden.

sommerfest-sw1 Nach dem gemeinsamen Grillen und Mittagessen folgte der sehr interessante und informative Power-Point-Vortrag von unserem Mitglied, Tierärztin und Führerin einer Steirischen Rauhhaarbracke, Birgit Hammer:
Erstversorgung des verletzten Jagdhundes -Notfallapotheke des Bewegungsjägers“
 
Mit guten Bildern unterlegt, erfuhren die Anwesenden vor Allem wie sie ihren Hund im „Normalzustand“ kennen und einschätzen lernen und damit den Unterschied erkennen können wenn mal was „nicht stimmt“ und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen.
Zum Glück jagen unsere Bracken in der Regel mit ausreichend Verstand, so dass Verletzungen nicht allzu häufig sind, trotzdem kann es Jeden treffen. Die Besucher des Sommerfestes sind jetzt, ausgestattet mit einer Notfallapotheke, auf den Fall der Fälle vorbereitet! 
Ein herzliches Dankeschön an Hansjörg Wiech für die Organisation der Grillhütte und die Zurverfügungstellung seines Reviers.


Norbert Kuhn
Regionalbeauftragter Süd-West

Weitere Beiträge...
HV2011-Modul.jpg

Anmeldung