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GP-Bericht Brandenburg

gp-n-ost-11-2016-2Am ersten Novemberwochenende fand im Revier der Haztfeld-Wildenburg'schen Forstverwaltung Massow in Brandenburg eine Gebrauchsprüfung für Bracken, der Vereine Jagdbeagle und Klub Tiroler Bracke, statt.
Der Samstag begann für 7 Tiroler, 5 Beagle und 3 Brandlbracken mit der obligatorischen Identitätsprüfung, Abgabe der Ahnentafeln sowie Kontrolle der Impfpässe und Jagdscheine am Forsthaus in Tornow.
Zügig ging es in den Prüfungsgruppen ins Revier.
Die Brandlbracken Asterix vom Lilienthaler Forst und Gustl vom Eurasburger Forsthaus sowie zwei Beagle Kollegen konnten den Teil Schweissarbeit, inklusive des auffinden des Anschusses gemäß der neuen Verbandsschweissprüfungsodnung, zügig und sicher erfüllen.
Die Brandl Cuno vom Bromer Land brachte bereits eine erfolgreich abgelegte SP1FS mit und musste zunächst einmal zuwarten. Als zweiter Prüfungsteil stand dann der Gehorsamspart auf dem Programm. Anschneideprüfung, simuliertes Standtreiben, Ablegen, Leinenführigkeit und gehen frei bei Fuß sowie die Schussfestigkeit konnten die Prüflinge unserer Gruppe trotz kleinerer Wackler ebenfalls erfolgreich bestehen. Besonders beeindrucken konnte die Korona hierbei die Sicherheit der vorgestellten Beagle, bei denen sich das Brandltrio nebst ihrer Führer durchaus noch die berühmte Scheibe abschneiden könnten. Für die Beagle war damit der erste Prüfungstag abgeschlossen.
Zur Art der Suche wurde in einen anderen Revierteil umgesetzt. Zunehmende Dämmerung und einsetzender Landregen setze dem Prüfungstross allmählich zu. An dieser Stelle zeigte sich allen Beteiligten die unterschiedliche Ausgestaltung der Prüfungsordnung der drei beteiligten Brackenvereine. Während bei den Beaglen die Prüfung der Art der Suche im praktischen Jagdbetrieb erfolgt, kann bei den Tiroler Bracken die Lautnote im Falle einer anhaltenden, ausdauernden und raumgreifenden aber erfolglosen Suche aus der AP übernommen werden, während bei unseren Brandln und Steirern ein bestehen der GP ohne finden von Wild nicht erfolgen kann.
Witterung und Wildvorkommen forderten mehrfaches Umsetzen für die jeweiligen Prüflinge und zwischenzeitliche Überlegungen und Diskussionen im Richterteam gegebenenfalls einen Plan B für den Folgetag zu finden, zu guter letzt konnten alle drei Brandlbracken noch vor Einbruch der Dunkelheit ihren herrlichen Jagdlaut durch die Hatzfeld'schen Waldungen erklingen lassen und damit auch den abschließenden Prüfungsteil absolvieren.
Zurück am Forsthaus könnten sich alle Teilnehmer an Kaffee, Tee und Kuchen stärken und mit den anderen Prüfungsgruppen austauschen.
Ein Vortrag des Kreisveterinärs zur aktuellen Wildtierseuchensituation und Schulung zur Entnahme von Trichinenproben brachte noch einmal fachlichen Input für alle Interessierten im Nebengebäude des Forsthauses, bevor den erfolgreichen Prüflingen unseres Vereines ihre Prüfungsurkunden, Ahnentafeln und die Bescheinigung der jagdlichen Brauchbarkeit für Stöberhunde überreicht wurden. Gemütlichen Ausklang fand der lange Prüfungstag bei Kürbissuppe und im Forsthaus eigenen Backhaus bereitetem Rehragout und Kräuterbrot. 
Am Sonntag wurde eine Drückjagd durchgeführt, bei der die Beagle entsprechend gekennzeichnet und zunächst allein gp-n-ost-11-2016-1geschnallt ihre Art der Suche unter Beweis zu stellen hatten, mit Verzögerung von einer guten halben Stunde auch alle anderen Hunde ihre praktischen Jagdfähigkeiten vorstellen konnten.
Bedanken möchte ich mich ausdrücklich noch einmal bei den Revierinhabern den Grafen Hatzfeld, vertreten durch ihren Revierleiter Mark Illerich nebst Familie, der eine hervorragende Prüfungsorganisation und Logistik auf die Beine gestellt hat, dem Verein Jagdbeagle der unsere Brandl Prüflinge hervorragend integriert hat, hier insbesondere dem Prüfungsobmann Rolf Schubert, sowie den Prüfern unsere Gruppe Christian Hohm, Helge Meyer-Borstel (Richteranwärter bei VJB, eingesprungen nach Richterausfall), und Anke Weller von Ahlefeld für die allseits faire, gestrenge aber auch praxisbezogene Benotung.
Wünschen würde ich mir eine Fortsetzung und Intensivierung dererlei vereinsübergreifender Prüfung- und Vorbereitungsaktivitäten.
Wir Brackenleute können gemeinsam lernen, lachen erfahren und jagen.

Brackenheil
Olaf Klinkert

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