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PostHeaderIcon Bericht 3. Regionalgruppentreffen WEST 2009

3. Regionalgruppentreffen West am 12.09.2009  

Das 3. Regionaltreffen West in der Schützenhalle Eitelborn begann eigentlich schon um 8:00 Uhr mit der parallel an diesem Tag durchgeführten Schweißprüfung.  Mit Verspätung, endlich gegen 8:20 Uhr eingetroffen,  ließ der Parkplatz schon erahnen, dass viele Brackenleute den Weg hierher gefunden hatten.Der Schankraum war dann auch so voll, das mehr als ein halbes Dutzend Leute im Flur davor den Ausführungen von Uwe Beuschel lauschen musste. Komplettiert wurden die anwesenden Richter vom 1. Vorsitzenden Josef Rieken und vom Geschäftsführer Ralf Schröder des Brackenvereins.Die zwölf Gespanne hatten schon die Reihenfolge und Gruppenzuordnung gelost und waren eingeteilt.  Genau wie der Verfasser waren sehr viele Interessierte gekommen, um die Möglichkeit, die Prüffährte mit zu laufen,  zu nutzen.Nachdem die Schweißprüfung angeblasen war, ging es auch schon in die Reviere. Persönlich hatte ich das Glück einer von drei Zuschauern in der dritten Gruppe, dem zweiten von drei Prüfgespannen,  zu folgen. Der Vereinskamerad aus dem Frankfurter Raum hatte mit seiner Kira (Brandlhündin) einen bemerkenswerten Hund. Die Wartezeit, die für jeden anders abläuft, hatten wir in lockerer Atmosphäre mit Erlebnissen und Erfahrungen eines jeden einzelnen verkürzt. Der Hundeführer, der die zweite Fährte laufen sollte, erzählte uns den Werdegang seiner Hündin. Demnach hatte er sie mit elf Wochen bekommen, da der Vorbesitzer sie nach drei Wochen wieder abgegeben hatte. Der Hund kann nicht hören, so sein Argument. Dass der Hund lange Zeit panische Angst vor Jäger hatte ist  nur eine Hinterlassenschaft des Vorbesitzers, die hier nicht unerwähnt sein soll. Man kann den Hund nur beglückwünschen, dass er doch noch ein vernünftiges Zuhause gefunden hat. Die Fährtenarbeit der Beiden verlief anfangs so wie ein jeder es sich mindestens wünscht. Der Hund fand recht schnell den Fährtenverlauf und zeigte,  da es sich um eine gespritzte Fährte handelte, auch öfter an als der Führer dies bemerkte und vermeldete.  Ab und an bögelte er ein wenig, ließ sich aber nicht weiter ablenken.Nach ca. 800 Meter ließ der Hund sich auf einem von Rot- und Schwarzwild genutzten Hauptwechsel verleiten und das Gespann bekam dafür einen Abruf. Der Führer, der die Fährte routiniert gekennzeichnet hatte,  setzte den Hund nach einer kurzen Pause dann wieder an der richtigen Stelle an. Die letzten Hundert  Meter wird er wohl so schnell nicht vergessen, da diese steil nach oben führten und der Hund, der zielstrebig zum Stück suchte, eine Verschnaufpause erst am Stück erlaubte. Glücklich und nach Luft schnappend lauschten der Hundeführer und alle weiteren Anwesenden Ulrich Bötzel, der das Stück verblies.Dem Waidmannsheil folgend kommentierte der Richter Helmut Blasius noch den Fährtenverlauf,  bevor es wieder zu dem am Ausgangspunkt wartenden dritten Gespann ging. Das Regionaltreffen in der Schützenhalle Eitelborn war bestens vorbereitet und organisiert. Dem Aufruf nach Kuchenspenden waren so viele gefolgt, dass noch Kuchen am Ende übrig blieb. Neben Solveig Beuschel sorgten noch zwei weitere, freundliche Damen für das leibliche Wohl und so  wurden die Anwesenden nach dem vorab verabreichten Frühstück, noch mit Erbsensuppe samt Einlage, sowie warmen und kalten Getränke versorgt. Die Schweißarbeit war insgesamt Thema an diesem Tag.  Am frühen Nachmittag wurde von Ulrich Bötzel, der von Harald Jung unterstützt wurde,  die Ausrüstungsgegenstände und deren Verwendung, von der Bekleidung bis zum Verbandskasten,  für die Schweißarbeit vorgezeigt und ausführlich erläutert. Danach ging es, verbunden mit einem kurzen Spaziergang, zur Schaufährte, die von Ulrich Bötzel mit seinem steirischen Rüden Bogard von den Rehköpfen gearbeitet wurde. Die Fährte war ca. 600 Meter lang und für alle gut einsehbar. Kommentiert wurde die Arbeit von Heiko Hornung, der in lockerer Art auch nicht mit Tipps und Tricks sparte. Der Fährtenverlauf war dann auch so, wie es immer vorkommen kann.  Erst musste das Geschirr in Ordnung gebracht werden und nach ca. 450 Meter ging Rehwild direkt von der Fährte hoch und sorgte kurzzeitig für etwas Unruhe. Routiniert und diszipliniert ging es nach einer kurzen Pause aber direkt zum Stück. Hier wurde für die Anwesenden noch mal ausführlich die Fährtenarbeit von den Profis, vom Welpen bis zum adultem Hund, erläutert. Erfreulich war, dass viele Steirische den Weg nach Eitelborn gefunden hatten. Spaß hatten alle an den zwei Brandl- und drei steirischen Welpen, die den Vorplatz zeitweise aufmischten und die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Die Schweißprüfung selber zog sich in die Länge, so dass erst gegen 18:00 Uhr die Prüfung mit der Bekanntgabe und Herausgabe der Papiere beendet wurde.  Ob es für den nicht routinierten Hundeführer nicht nachteilig ist, nach mehr als fünf Stunden Wartezeit im Revier als viertes Gespann seine Fährte zu laufen, ist anzuzweifeln. Der offizielle Teil wurde dann mit verschiedenen Signalen der Bläser/innen zum Schluss gebracht. Bekanntermaßen bekommt das Brauchtum Jagdhornblasen in letzter Zeit wieder Zulauf. In diesem Zusammenhang  fiel mir ein Brackensignal auf,  welches ich wissentlich noch nicht gehört habe. Vielleicht kann Ingo Völkel auf seiner Internetseite „Brackensignale zum anhören und herunterladen“ einstellen, da kein Brackenclub bzw. –verein dieses auf seinen Internetseiten vorzuweisen hat. Übrigens,  wer für das Wetter zuständig war ist mir nicht bekannt. Der- oder Diejenige hat seine/ihre Aufgabe aber hervorragend gelöst. 

Mit Brackenheil

Jürgen Baltes 

 
Brandlbrackenwelpen A-Wurf von den Hagener Höhen

 

Aus Ayla vom Beestland DBV 1376 (50 cm) 3,3,4 SP HD A 1 (v)

nach

Carlos vom Olsberg DBV 914 (53 cm) 4,4,4 SP HD A1 (sg)

sind am 11. August 11 putzmuntere Brandlbrackenwelpen gefallen (3 Rüden und 8 Hündinnen).

Kontakt bitte über unseren 2. Vorsitzenden und Welpenberater Armin Lobscheidt

oder direkt über den Züchter Hans-Joachim Böhnke, Kiefernweg 31, 31812 Bad Pyrmont, Tel.: 05281-609693

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